Sonntag, 10. November 2013

Meanwhile in Australia...













So, da sind wir wieder. Raus aus Narooma und ab durch's Kaenguruhland!
Und kaum haben wir uns auf einer Free Camping Area niedergelassen, schon wurden wir unseres Brotes beraubt. Okay, zugegebenermassen konnten wir einfach diesen suessen Augen nicht widerstehen. Kann man doch verstehen, oder?

(Uebrigens: Kaenguruhs stinken!)


Ja, natuerlich wurde auch wieder etwas geangelt, aber leider nichts gefangen. Aber: "A real fisherman does not only go fishing for the fish, he goes fishing for the fishing!" Ausserdem kann man das verschmerzen bei so einer schoenen Aussicht!







Leider haben meine schoenen Flip Flops auf unserer Fahrt den Geist aufgegeben. Aber wir sind ja in Australien, dem Non-Plus-Ultra-Flip-Flop-Land. Oder "thongs", wie sie hier genannt werden. Aber Vorsicht: In Amerika bedeutet "thong" String-Tanga. Also wer durch die USA tourt, benutzt besser den Ausdruck "Flip Flops"!




Diese Motte, die wie ich finde fuer eine Motte ziemlich huebsch ist, hat sich unter unsere Motorhaube verflogen. Ich hab sie eigentlich nur fotografiert, weil sie so verdammt gross war. Fast so gross wie meine Hand!



Unten: Andreas auf dem Weg ins Paradies. Selbsterklaerend. :D


Als wir endlich in Richmond (bei Sydney) angekommen waren, um zu arbeiten, hatten wir noch einen Tag Zeit, bevor es losging. Anstatt fuer Camping zu bezahlen, sind wir also fuer eine Nacht in den Wollemi National Park gefahren. Wie wir am naechsten Tag herausfanden, hatten wir Glueck, dass dieser aufgrund von nahegelegenen Buschfeuern nicht geschlossen wurde.

Oben: zwei Galahs beim Grasen :)

Erinnert ihr euch? Das ist der selbe Pizzatruck, bei dem Andreas schon in Narooma gearbeitet hat. Wir haben die Nummer behalten und sie fanden Andreas so gut, dass sie gleich zugesagt haben. Ich hab kurzfristig noch einen Last-Minute-Job auf der gleichen Ausstellung bekommen. Andreas durfte also Pizza backen und ich hab fremder Leute Schuhe geputzt und sie waehrend dessen davon ueberzeugt, das Zeug zu kaufen, das ich grade auf ihre Schuhe geschmiert habe.




Das ist Alley, einer der zwei suessen Hunde des Pizza-Trucks. Sie ist eine Mischung aus Boxer und Staffordshire-Terrier. Ziemlich massiv also. Aber sie wollte die ganze Zeit nur kuscheln und war immer der Meinung, unser Gesicht sei dreckig, wenn ihr wisst, was ich meine...









Unten: der Pizza-Truck von innen



Yeeehaw! Das ist der Pizza-Truck-Boss! Michael und seine Frau, von der ich leider kein Foto habe. Stolz traegt er seinen neuen Hut, den wir ihm angedreht haben. :D

Die ganze Veranstaltung war uebrigens so eine Art Farm-Festival. Die haben da also Traktoren und Lederwaren verkauft. Nebenbei gab es noch ein Pferderennen (was in Australien uebrigens total beliebt ist).  Auf der anderen Seite des Gelaendes war gleichzeitig eine Airforce-Ausstellung.



Unten: Andreas mit dem anderen Hund Moles. Eine Mischung aus Mops und Spitz. Ziemlich suess, und wie jeder Hund liebt auch er seine Streicheleinheiten. :)


Wie schon erwaehnt, toben hier die Buschfeuer. Wahrscheinlich seht ihr das alle in den Nachrichten. Hubschrauber mit Wasser fliegen herum und die Feuerwehrmaenner kriegen wahrscheinlich auch keine Pausen. Was total suess ist, ueberall am Strassenrand auf Schildern und sogar in der Fernsehwerbung wird "Danke" gesagt. :)




The Big Merino! Das kleine da unten links bin ich und Andreas sah daneben auch nicht viel groesser aus.
Die Australier lieben ihre Big-Whatevers. In Coff's Harbour gab es die Big Banana, irgendwo anders gibt es den Big Shrimp und so weiter. Auch auf kleinen Laeden stehen oft Figuren. Zum Beispiel auf einem Badezimmer-Laden stand ein uebergrosses Waschbecken oder auf Lederwaren-Geschaeften stehen oft Pferdefiguren. Total cool eigentlich!



Das war dann unser Campingplatz in der Naehe von Albury. Guckt ruhig mal auf Google-Maps, wie weit das schon von Sydney aus weg ist. War 'ne ganz schoen lange Fahrt, Und wir haben es bis kurz hinter die Grenze von Victoria geschafft!





Natuerlich gab es auch ein kleines Lagerfeuerchen zur Feier des Tages! Wir haben es nur leider nicht lange am Brennen halten koennen, weil alles Holz, das es gab, zu feucht war. In Australien, zu feucht. Unfassbar, bei den ganzen Buschbraenden. Aber imernoch genug, um uns wie ein Raeucherwuerstchen riechen zu lassen.




Alles, was Mann in der Natur so braucht...











Glaubt es oder nicht, aber auch hier gibt es Winter. So richtig mit Schnee und Eis und allem, was die Deutschen sonst noch so innig lieben.

So sind wir dann erstmal den Omeo-"Highway" hinuntergebrettert. Das ist die stubige Strasse auf dem unteren Bild mit dem Laster, den wir die ganze Zeit nicht ueberholen konnten. Schon komisch, was hier schon als Highway gilt. Unser Auto sah dann dementsprechend aus... :D
   Nach einer kleinen Pause in Omeo sind wir dann weiter in Richung Sueden ueber Buchan nach
W Tree gekommen, wo wir endlich Peter und Debbie besuchen koennen. Ein paar von euch kennen die beiden, fuer den Rest: Das sind gute Freunde von meinen (ich=Linda) Eltern und auch von uns beiden. :)



 


Hier ein paar australische Gartenzwerge. Wenn man soweit in den Busch faehrt, warden die Grundstuecke groesser, als bloss Haus und Garten. Und wenn man so viel Platz hat, hat man auch viel Besuch. Eigentlich wie zu Hause. Nur, dass der zu Hause kaninchenhafte Besuch hier eher eine Nummer groesser ist.



Unten: der Blick aus der Haustuer
 
 

Das hier ist die Terrasse. Das Haus sieht insgesamt ziemlich hippiemaessig aus, schoen bunt und heimlich. Und weil wir hier so weit draussen sind, ist der naechste Supermarkt 1 1/2 Stunden entfernt, weswegen es sich lohnt, moeglichst viel selbst anzubauen. Richtig cool, was die hier so alles haben. Aepfel, Kirschen, Pfirsiche, Zitronen, Beeren etc. und von allem noch verschiedene Sorten...  Country Life!


Ich stelle vor: die Nachbarn. Gary und Janeen sind ebenfalls gute Freunde von uns und wohnen 2 km die Strasse hoch. Die beiden betreiben eine Gaertnerei in W Tree und Gary spielt nebenbei Keyboard in einer Band. Wir hatten gestern Abend die Ehre und er ist richtig gut!
Ein suesses kleines Voegelchen auf einem Ast. Ist etwa so gross wie ein Tennisball und huepft auch wie einer.

Auf dem Foto von der Einfahrt oben sieht man im Hintergrund einen Huegel. Auf dem stand ich, als ich das Foto hier gemacht habe. Ihr seht, es ist bergig, wo wir hier sind. Dieser hier ist etwa 400m hoch und fast die gesamte Flaeche dieses Berges bis runter sum Bach gehoert mit zum Grundstueck. Unvorstellbar bei uns. Und genug Platz fuer eine kleine Kuhherde. :)

 




So sieht es unten am Bach aus. Man braucht echt eine ganze Zeit, bis man unten ist, also hat Peter uns mit seinem Gelaendewagen runtergefahren. Ein Maennertraum: der eigene Offroad-Park im Garten durch Wald und Gestruepp. Aber selbst mit Auto sind wir bestimmt 10 Minuten gefahren, bis wir unten waren.
Das ist Buchan, der naechstgelegene kleine Ort. Man faehrt etwa eine halbe Stunde vom Haus aus und es gibt auch nicht allzu viel. Ein kleiner Tante-Emma-Laden, eine Tankstelle, ein Hotel... Doch das Beste sind die Hoehlen. In diesem unscheinbaren Kaff mitten im Busch gibt es Tropfsteinhoehlen. Der Hauptgrund, warum hier ueberhaupt Touristen hinkommen. Wir waren noch nicht drin aber freut euch schonmal auf Fotos!
Doch was waere ein Australisches Dorf ohne eine Burgerbude! Naja, sie gehoert zur Tankstelle aber die Burger sind echt nicht zu verachten. Und wie auf jedem guten Aussie-Burger gibt es auch hier immer eine Scheibe Rote Beete mit drauf. Probiert es aus! Schmeckt super!



Und waehrend ihr euch jetzt einen Hamburger mit Roter Beete macht, machen wir weiter mit dem, was wir so machen. Adios!

Dienstag, 29. Oktober 2013

Aufbruchstimmung in Narooma



So liebe Leute, unsere Zeit in Narooma ist zu Ende und das hier ist auch vorerst der letzte Post, weil wir noch nicht so genau wissen, wo wir bald landen werden.
Also hier sind fuer euch nochmal die Eindruecke aus der letzten Zeit. :)


Das huebsche kleine Oertchen hier heisst Bodalla. In der Kaesefabrik werden wir morgen den ganzen Tag arbeiten und dann hoffentlich genug Geld fuer die Weiterreise zusammenkratzen, wo auch immer es uns hinverschlaegt.

Wie sagt man hier so schoen "Go with the flow". Leichter gesagt als getan.




Oben: Die Kaesefabrik in ihrer ganzen Pracht. Die Leute da sind supernett. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie uns wenigstens fuer einen Tag Arbeit geben, obwohl sie uns eigentlich gar nicht brauchen. Hier in der Gegend ist einfach nicht so viel los, deswegen machen wir uns auch morgen auf die Socken zurueck Richtung Sydney fuer einen Wochenendjob in Richmond und hoffentlich etwas Erntearbeit in der Umgebung, wo jetzt die Kirschen reif werden. Wenn da nichts ist, gucken wir uns mal in Victoria um (fuer die ganzen Ortsnamen bitte einfach via Google selbst informieren).





Diese solarbetriebene Wackelblume haben wir auf der Suche nach Arbeit in einer Gaertnerei geschenkt bekommen. Ein kleiner Trostpreis fuer unsere Bemuehungen. Ich hab mich total gefreut, weil ich diese Dinger echt cool finde. Und es tut gut, immer jemanden auf dem Armaturenbrett sitzen zu haben, der einen angrinst und froehlich mit den Blaettern wackelt.

Das hier soll fuer's Erste unser letzter Fisch gewesen sein. Angeln in Narooma hat echt Spass gemacht, aber immer nur angeln ist dann doch nicht das Wahre. Vor allem, wenn man Geld braucht und in der Gegend einfach nichts jobmaessiges zu finden ist.
Aber schliesslich wollen wir ja auch noch was von Australien sehen, also positiv denken und immer der Nase nach!

In diesem Sinne verschwinden wir jetzt erstmal von der Bildflaeche und hoffen das Beste. Drueckt uns die Daumen, wuenscht uns Glueck und was euch noch so einfaellt. Cheers!

(Ich weiss, der Blogpost ist kurz, aber wir hatten keine Zeit, noch mehr Bilder zu sammeln, bevor wir jetzt fuer eine Weile nicht mehr ans Internet kommen. Seid dafuer gespannt, was naechstes Mal kommt!)

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Arbeit und dicke Fische!



So ihr Lieben, es hat etwas gedauert, aber hier ist ein neuer Blogpost!
Wie ihr seht, waren wir wieder mal angeln und ich werde langsam besser, also unsere Fische werden groesser.

Voila, ein Australian Salmon!


Und wir waren nicht nur angeln, sondern auch arbeiten! Und zwar beim Narooma Blues Festival. Andreas hat sich mit australisch-italienischer Kueche auseinandergesetzt, waehrend ich bei den mexikanisch kochenden Israelis untergekommen bin. Hat super viel Spass gemacht und jetzt kennen wir das halbe Dorf!

Und das soll es noch nicht gewesen sein: Glaubt es oder glaubt es nicht, wir waren putzen! Die Leute kamen fuer das Festival von weit her gereist und mussten natuerlich auch irgendwo schlafen. Doch, als die alle weg waren, brauchte es natuerlich 2 vitale deutsche Backpacker, um hinter ihnen wieder aufzuraeumen, das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen!




Narooma ist ein Ferienort, und das nicht umsonst. Es ist wunderschoen hier mit Strand, Felsen, klarem Wasser und der tollen Seeluft!
Wir finden, diese Aushoehlung hat ein bisschen die Form von Australien. :)





Und natuerlich kommt das Angeln nicht zu kurz! Andreas hat sich eine Fliegenrute zugelegt und uebt fleissig das Werfen (das gar nicht so einfach ist, wie es aussieht). Ich bin keine Expertin, aber ich finde, er macht sich gut!



Lecker Spendenfutter! Fuer eine kleine Spende konnte man diese Muffins auf einem Markt in Tilba erstehen. Auf dem Foto sieht man das nicht, aber auf dem rosa Zeug ist Glitzer drauf. War nicht besonders gut, aber was tut man nicht alles fuer den guten Zweck!


Oben: Mystery Bay Rocks



Links: Andreas beim Angeln in Mystery Bay














An der Bootrampe warten immer gierige Voegel auf erfolgreiche Angler, die ihre Fischreste nach dem Ausnehmen ueberlassen.








Charlie und die Schokoladenfabrik! Ich liebe diesen Film. Kein Wunder, dass ich diese kleinen Dinger sofort haben musste! Schmecken wie Traubenzucker und sehen aus wie kleine Steinchen in pink und lila. Lecker!


Okay, die hier haben wir faelschlicherweise fuer eine harmlose Huntsman-Spider gehalten und laufen lassen. Im Nachhinein fanden wir allerdings heraus, dass es eine White-Tail-Spider ist. Wenn die einen beisst, kriegt man eine richtig eklige eitrige Beule, die Monate braucht, bis sie weg geht und immer wieder kommt. Glueck gehabt! Naechstes Mal sollen wir sie dann wohl tot machen, haben alle gesagt: Challenge accepted!





Gestern hatten wir einen sogenannten "Blitz" beim Angeln. Fuer die nicht-Angler: Das ist, wenn Schwaerme von Fischen jagen, die Fische wild aus dem Wasser springen, die Voegel sich draufstuerzen etc. Wir haben uns dumm und daemlich gefangen. Viele Gemfish, aber ich hab auch einen Baby-Snapper erwischt! 4 Gemfish haben wir mitgenommen und heute zu Mittag gegessen, mjamjam!



    Unten: die gefraessigen Pelikane, die auf ihre Fischreste warten


    Schoene Sonnenuntergaenge gibt es hier im schoenen Australien! Noch ein kleines Update: Wir haben vielleicht bald einen Job in Tilba (Nachbardorf) als Tellerwaescher! Man darf gespannt sein, Cheerio!