Sonntag, 2. März 2014

Wieder "on the road"...

So alle zusammen, es hat was gedauert aber wir sind wieder unterwegs! In Lakes Entrance haben wir noch viel gearbeitet und etwas zusammengespart, damit wir wieder was reisen koennen. Das hier links ist mein Team beim Ferryman's Cafe, natuerlich nicht das gesamte, man kriegt ja nie alle auf einmal. Aber fuer einen kleinen Eindruck: mit diesem verrueckten Haufen hab' ich mich die letzten 2 Monate herumgeschlagen, hat superviel Spass gemacht!

Natuerlich wurde auch mit Fflynt noch so einiges unternommen. Neben der vielen Trinkerei und dem ganzen Ausgehen, bin ich mit ihm, Caitlin und Alex im Mitchell River National Park campen gegangen. Unten im Tal fliesst ein Fluss und man kann wandern gehen etc. Das Wasser war schoen warm und campen war extrem lustig! ;)

Zur selben Zeit, als wir Lakes Entrance/Metung verlassen haben, gab es in Bruthen ein kleines Blues-Festival, auf dem wir uns noch von Peter und Debbie verabschiedet haben, bevor wir dann endlich unseren Roadtrip mit Niklas beginnen konnten. Fuer alle Unwissenden: Niklas ist ein Freund aus Deutschland, der uns ueber seine Semesterferien hier unten besuchen kommt.

Unser erstes Ziel war Wilsons Promontory, ein Nationalpark zwischen Lakes Entrance und Melbourne. 2 Tage lang sind wir so dadurch gewandert mit gerade so genug zu Essen. Andreas und ich waren Niklas unendlich dankbar fuer etwas Schokolade und eine Packung Nuesse, als wir am 2. Tag auf halber Strecke 'ne Pause gemacht haben. Ich haette nie gedacht, dass Wandern wirklich anstrengend ist... Falsch gedacht.








In Wilsons Prom gibt es die wunderschoensten Straende mit dem weissesten Sand und das Beste: man hat sie fuer sich allein! Denn die meisten Touristen sind sich zu fein fuer's Wandern (man muss dazu sagen, Andreas und ich auch, Niklas hat uns ueberredet. Es war anstrengend, aber die Aussicht mehr als wert, danke Niklas!).






Nicht zu vergessen: unser Abendessen. Nein Quatsch, diesen suessen Kakadus kann doch niemand ein Federchen kruemmen, oder?



Wir sind insgesamt ca. 35 km gelaufen und die Landschaft hat sich ertsaunlich rasch veraendert. Von Eukalyptuswald zu Strand zu Stein zu Praerie zu Regenwald mit uebergrossen Farnbaeumen und und und.

Als wir dann abends endlich am Auto angekommen sind, wurden wir tuechtig belohnt: ein Wombat mit Baby und dann auch noch ein passables Foto! Wombats werden relativ selten gesehen und sind eher scheue Gesellen, also koennen wir wieder nur sagen: Glueck gehabt!
Am naechsten Tag ging es dann Richtung Melbourne, wo Andreas im Stadtverkehr fast der Kragen geplatzt ist. Doch, als wir dann aus der Stadt raus waren, haben wir ganz entspannt auf einem Rastplatz gecampt und Fischstaebchen gegrillt: FISCHSTAEBCHEN! Wir haben uns wie Koenige gefuehlt. Und wir hatten nette Gesellschaft von einem neuseelaendischen und zwei englischen Backpackern.








Am naechsten Tag hiess es dann: "Hit the road!" Mit Niklas im Gepaeck haben wir es dann auf die Great Ocean Road geschafft. Links: Andreas und Niklas vor einem der Twelve Apostles. Natuerlich sieht der mal wieder auf dem Foto viel kleiner aus als in Wirklichkeit...



Auf dem Weg sind wir durch ein Doerfchen gekommen, an dessen Namen ich mich allerdings nicht mehr erinnere... Auf jeden Fall gab's dort diesen tiefblauen See. Und, wer haette es gedacht, der See heisst "Blue Lake". Die Farbe bekommt er durch irgendwelche Algen, die sich da im Sommer breit machen.





Auf dem Campingplatz in Dartmoor hatten wir mal wieder tierische Nachbarn. Dieses Possum hier hat in der Muelltonne nach Fressbarem gewuehlt. Fuendig geworden ist es anscheinend nicht, weshalb es dann versucht hat, meine Kamera anzuknabbern. Scheu waren diese suessen Gesellen ueberhaupt nicht. Niklas hat in der Haengematte geschlafen und ist nachts von einem anderen Possum aufgeweckt worden, das an ihm geschnueffelt hat...
Dieser lustige Kaefer hat uns dann beim Fruehstueck Gesellschaft geleistet. Naja, eigntlich hab ich ihn dazugeholt, weil er so sonderbar aussah. Aber bei diesen komischen Fuehlern muss man auch einfach ein Foto machen!
Spaeter sind wir dann zu den "Tantanoola Caves" gefahren. Allerdings war es nur eine kleine Hoehle, die man besichtigen konnte. Schoen war sie trotzdem. :)



Unten: Neben den Hoehlen konnte man dann noch einmal eine kleine Runde um die Anlage gehen. Dort haben wir dann diesen Stumpy-Tail-Lizard gesehen. Keine Sorge, nicht gefaehrlich. Sieht nur ein bisschen tannenzapfenartig aus.

Auf dem Weg nach Adelaide, nachdem wir die Great Ocean Road hinter uns gelassen hatten, kamen wir durch Hahndorf, einer einst deutschen Siedlung. Heute gibt es dort deutsche Restaurants, Kneipen und Laeden. Da haben wir uns eine "Stuttgarter Platte" geteilt. Mit drauf: Sauerkraut, Rippchen, Chicken Wings und Rhine Potatoes (wenn jemand weiss, was Kartoffeln rheinischer Art sind, klaert uns auf). War nicht so ganz deutsch, aber trotzdem lecker. :)
Um euch den Appetit gleich wieder zu verderben: ein dicker fetter Kaefer. Der hatte sich nachts in meinen Campingstuhl geschlichen. Die letzte Woche haben wir in einem kleinen Ort namens Mallala noerdlich von Adeleide gecampt. Niklas ist mittlerweile wieder nach Hause geflogen und wir gucken uns nach einem Job in der Umgebung um. Mal sehen, was sich so auftut.
Soo, das passt jetzt nicht ganz in den Zusammenhang, aber wir muessen euch ja schliesslich auch mal ein vernuenftiges Koalafoto praesentieren. Wir haben auf unseren Wegen einige gesehen. Der hier ist allerdings in Paynesville, neben Bairnsdale, also noch bevor Niklas dazugestossen ist. Wie auch immer: Tadaa! Ein schlafender Koala.











Also Leute, das war's fuer's Erste schon wieder. Wir hoffen, ihr fuehlt euch jetzt besser, weil ihr wieder "up to date" seid. Wuenscht uns Glueck bei der Arbeitssuche und man hoert voneinander!